Die längste Sonnenfinsternis des Jahrhunderts fand am 22. Juli 2009 statt. Die besten Chancen, dieses Ereignis zu beobachten und gleichzeitig einen interessanten Urlaub zu verbringen, bestanden in Shanghai. Bis zu fünfeinhalb Minuten verdeckte der Mond dort die Sonne. Aber natürlich wollte ich noch mehr von China sehen, wenn ich schon einmal dort war, so dass zuerst eine Rundreise zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf dem Programm stand. Um den langen Flug so angenehm wie möglich zu gestalten, bot sich Emirates an - und die fliegen nun einmal über Dubai, wo sich ein Zwischenstopp auf dem Rückflug anbot. Aber der Reihe nach!
![]() Flug |
![]() Peking |
Gleich am Nachmittag stand noch ein Ausflug an, und der erste Eindruck von China lässt sich wie folgt zusammenfassen: viele Menschen, viel Verkehr und warm! Aber die weiteren Eindrücke waren durchweg positiv: freundliche Menschen, gutes Essen und alles - inklusive der Luft - sehr sauber. In den nächsten Tagen ging es dann zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie dem Platz des himmlischen Friedens, dem Kaiserpalast, dem Himmelstempel, dem Nationalstadion und den Gräbern der Ming-Kaiser. Den Höhepunkt des Aufenthaltes in Peking bildete allerdings der Besuch auf der Großen Mauer. Das Teilstück am Juyong-Pass rund 50 Kilometer vor der Stadt ist vielleicht nicht besonders groß, dafür aber sehr steil.
![]() Xi'an |
![]() Guilin |
Schon nach einem Tag ging es weiter in die südchinesische Stadt Guilin - für chinesische Verhältnisse eine gemütliche Kleinstadt. Guilin beeindruckt einerseits durch seine Lage an mehreren Flüssen und Seen. Abends sind die Ufer und zahlreiche Nachbauten von Brücken aus aller Welt bunt beleuchtet. Andererseits ist die Karstlandschaft in der Umgebung einfach einzigartig. Schon die Hügel in der Stadt sind etwas besonderes, aber so richtig bizarre Felsformationen findet man erst entlang des Li-Flusses südlich von Guilin.
![]() Chongqing |
![]() Jangtse |
Am darauffolgenden Morgen begann dann die 700 Kilometer lange Schiffsreise nach Yichang. Auf der Strecke durchquert man die Drei Schluchten und zuletzt die Schleusen am gleichnamigen Staudamm. Praktisch während der gesamten Fahrt befindet man sich auf dem Stausee. Doch die Schluchten sind nach wie vor eng genug und mit bis zu 1000 Meter hoch aufragenden Bergen ein Erlebnis. Ein Ausflug führte auf einen Tempelberg. Erst auf den letzten Kilometern vor der Staumauer wird der Jangste wirklich breit. Die folgende Fahrt durch die fünfstufige Schleuse mit einem Höhenunterschied von 113 Metern dauert über drei Stunden. Kurz vorm Ende der Kreuzfahrt können Schleuse und Staumauer besucht werden.
![]() Shanghai |
![]() Dubai |
Der Ärger über das verpasste Ereignis hielt sich sehr in Grenzen, denn in Dubai warteten schon die nächsten Erlebnisse. Noch am selben Tag ging es zum 828 Meter hohen Burj Chalifa, der allerdings noch nicht ganz fertig gestellt ist. Gleich neben dem höchsten Gebäude der Welt befindet sich eins der größten Einkaufszentren der Welt: die Dubai Mall mit einer Million Quadratmetern. Neben rund 1000 Geschäften befinden sich dort u. a. ein drei Etagen hohes Aquarium und ein Eisstadion. Vor der Mall der nächste Superlativ: die Dubai Fountain, das weltgrößte Wasserspiel. Die Fontänen bewegen sich nach Musik und sind bis zu 150 Meter hoch. Auch die nur gut halb so große Mall of the Emirates muss sich nicht verstecken. Hier befindet sich Ski Dubai, eine Skihalle mit 400 Meter langer Piste. Etwas wärmer, nämlich weit über 40 °C, ist es im Freien. Am Strand bietet das rund 35 °C warme Wasser kaum eine Abkühlung. Aber zum Glück gibt es ja gekühltes Wasser wie z. B. im Aquaventure-Park am Atlantis-Hotel auf der Insel The Palm Jumeirah. Dort kann man mit Delphinen baden, sich mit einem Reifen auf einem Wasserlauf treiben lassen oder eine der vielen Rutschen hinunterstürzen. Nach zweieinhalb Wochen ging damit der Urlaub zu Ende.